Grüne, FDP und UWT zum Neubau eines Verwaltungsgebäudes

Im Rahmen einer fraktionsübergreifenden Besprechung, trafen sich letzte Woche die Fraktionsvorsitzen der Grünen, UWT und FDP, um ihre Position in Sachen Verwaltungsneubau auszuloten.

Die Fraktionsvorsitzenden Jürgen Cox (Grüne), Peter Lambertz (UWT) und Torsten Frick (FDP), sind sich einig darin, dass man nach dem in Auftrag gegebenen Wirtschaftlichkeitsgutachten,  noch im Herbst eine Entscheidung treffen will.

Dazu wird es einen Antrag an den Rat der Stadt geben. Dieser Antrag beinhaltet neben einem klar gesetzten Zeitrahmen die schnellstmögliche Bildung einer Baukommission. Diese soll nach Vorstellung der drei Vorsitzenden analog eines Ausschusses paritätisch besetzt werden. Die Einzelheiten solle die Verwaltung ausarbeiten.

Nachdem die letzten Arbeitskreise nicht öffentlich getagt hatten und sich diverse Fraktionsmitglieder nicht ausreichend informiert fühlten, hätte man mit einer Baukommission dieses Problem aus der Welt geschafft.

Cox: „Wir stellen uns das so vor, dass die Kommissionsmitglieder von den Fraktionen wie für die Ausschüsse benannt werden. Es soll eine Tagesordnung geben, die aus einem öffentlichen Teil und einem nicht- öfffentlichen Teil besteht.

In der Nichtöffentlichkeit, könne beispielsweise darüber diskutiert werden, welcher Standort gewählt würde. Bei allen anderen Fragen, wollen wir die Bürger mit einbeziehen. So soll sich diese Kommission bis zum Beginn der Sommerferien gebildet haben um bereits Ideen einzuholen und ggfs. eine Bürgerbefragung vorzubereiten. Zudem könne man aus unserer Sicht bereits ein/zwei Rathäuser in Laakdal und Venlo besuchen.“ Laakdal ist die Partnerstadt von Tönisvorst und hat ein neues modernes Verwaltungsgebäude. Das Rathaus in Venlo ist mehrfach dafür ausgezeichnet worden, dass das Rathaus nach neuesten energetischen und umweltpolitischen Gesichtspunkten gebaut wurde.

Peter Lambertz: „Zudem ist uns wichtig, dass wir mit dem Neubau Synergien erzeugen können. Wenn man als Bürger heute das Verwaltungsgebäude betritt hat man nicht unbedingt den Eindruck, willkommen zu sein. Nicht nur das es dunkel und eng ist, sondern auch das man ein Gebäude betritt, das dem Charme einer Amtsstube aus dem letzten Jahrhundert versprüht. Weder Bürger noch Mitarbeiter können sich hier wohl fühlen.“

Einen weiteren Grund jetzt zu handeln sieht Thorsten Frick darin, dass das Zinsniveau so günstig ist. Frick: „Wer sich die Entwicklung des Kapitalmarktes anschaut, der muss befürchten, dass wir das benötigte Kapital nicht mehr lange zu diesen Konditionen bekommen. Wir halten es deshalb für wichtig, ein Signal zu setzen. Uns ist völlig klar, dass dies nur mit den beiden großen Fraktionen möglich ist. Mit dem Antrag, zeigen wir, dass wir politische Verantwortung übernehmen wollen und dies auch von CDU und SPD erwarten. Bürger und Mitarbeiter haben das verdient.“

An Vorschlägen und Ideen mangelt es den drei Fraktionsvorsitzenden nicht. Allein durch multifunktionelle Raumplanung lasse sich einiges planen. So regen die drei an, dass man analog des Rathauses in Laakdal eine Postfiliale dort unterbringen könnte. Einen Saal, den man zum Selbstkostenpreis nutzen kann, gibt es für die Tönisvorster Bürger auch nicht.

Auch für die immer wieder diskutierte Unterbringung bzw. Spielstätte für den Stadtkulturbund könnte man vielleicht so eine Lösung finden. Auch darüber, dass man natürlich nicht um jeden Preis alle Wünsche erfüllen kann, herrscht Einigkeit.

Abschließend ist man sich darüber im Klaren, dass der Neubau ein herausforderndes Projekt wird, hofft aber, dass man mit dem Antrag den Startschuss für ein zukunftsfähiges und –sicheres Tönisvorst gibt.

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