Pressebericht aus der Rheinisschen Post vom 07.02.2017

Tönisvorst

Bezahlbare, seniorengerechte Wohnungen in zentraler Lage für ältere Menschen, aber auch Wohnraum, den junge Leute sich leisten können, fordern die Politiker im Ausschuss für Jugend, Senioren und Soziales. Auf Antrag der SPD-Fraktion stand das „Kreismonitoring“ zur Debatte. In diesem Grundlagendokument zeigt der Kreis seine Entwicklung und die der Kommunen auf.

Laut Kreismonitoring waren 2014 nur 18 Prozent der Tönisvorster jünger als 20 Jahre, aber 45 Prozent 50 Jahre und älter. Die SPD-Fraktion fragt daraufhin noch einmal nach dem Wohnraumkonzept für Senioren. Bürgermeister Thomas Goßen gesteht, dass das Konzept auf Eis liege, weil das Amt für Soziales in den vergangenen zwei Jahren mehr als gut beschäftigt gewesen sei mit der Flüchtlingswelle. Vergessen sei das Konzept, das auch bezahlbaren Wohnraum für Senioren in der Innenstadt im Blick hat, aber nicht.

Ausschussvorsitzender Helmut Drüggen (CDU) weist darauf hin, dass es auch für junge Menschen, die flügge werden und eine erste eigene Wohnung suchen, attraktiven, bezahlbaren Wohnraum geben müsse. „Sonst ziehen die jungen Leute nach Krefeld oder sonst wohin und kommen auch nicht mehr zurück nach Tönisvorst“, sagt Drüggen. Da Tönisvorst aber zu den Kommunen mit den höchsten Mietpreisen gehöre, sei die Stadt für viele junge Leute unbezahlbar.

Dr. Ralph Thoms (Grüne) regt an, dass Politiker und Stadtverwaltung sich generell überlegen mögen, wo Tönisvorst hinwolle. Das unterstützt auch Michael Lambertz von der UWT: „Wollen wir eine Luxusstadt sein oder für Familien attraktiv bleiben?“

(wic)

 

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